DAS SPIEL DER RUNDE - Staatsliga 1. Spieltag 6.4.2019


STAATSLIGA  der Herren 2019 - 1. Spieltag - Gruppe A

ESV KÖFLACH-STADT -                   8

EK Deurotherm FELDKIRCHEN       2

23:3, 11:9, 11:8, 14:8, 11:8

 

ESV Köflach Stadt mit Franz Roth, Wolfgang König, Eduard Harg und Christian Gotthardt; E: Stefan Maritschnegg. EK Deurotherm Feldkirchen mit Andreas Schurian, Benjamin Fillafer, Thomas Weiss, Markus Tschemerneg. Schiri: Franz Hösele, 120 Zuseher.

 

ZUR AUSGANGSLAGE.

Der Papierform nach wäre man geneigt, den Heimischen die Favoritenrolle zuzuschieben. Die Köflacher spielen bereits einige Saisonen im Oberhaus, und wenn sie absteigen mußten, kamen sie rasch wieder zurück. Mit Edi Harg ist ein "Leithirsch" aus der alten Garde der Köflacher immer noch erste Wahl, mit Wolfgang König, Franz Roth und Stefan Maritschnegg, dazu Christian Gotthardt und Neuerwerbung Christian Schriebl, verfügt Sportchef Günther Schmidt über einen starken Kader. Schriebl wird zwar in diesem Sommer aufgrund seines Hausbaues nur als zweiter Ersatzspieler fungieren, man weiß spätestens seit dem vergangenen Winter, daß der junge Mann aus Maria Lankowitz ein ungeschliffener Rohdiamant für den ESV Köflach-Stadt ist. "Wir haben jetzt einen Spielerkader mit hohem Potential. Es ist fast wie beim Fußball - die Ersatzbank ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor.", so Günther Schmidt, der vom Fußball zum Eis- und Stocksport kam, und seine sportliche Erfahrung mit einbringt.  "Wir planen längerfristig, als Saisonziel ist der Steherplatz eingeplant, wenn sich das Viertelfinale ausgeht, nehmen wir alles gerne mit.", so Schmidt vor ein paar Tagen. Für mich ein klares Statement - die wollen den Sprung ins Finale schaffen, und zuzutrauen ist es den Burschen auf jeden Fall.

 

Der EK Deurotherm Feldkirchen, der übrigens seine Heimspiele in St. Urban austragen wird, (Rottendorf spielt in Liebenfels) hat knapp vor dem ersten Antreten das Ableben von Erich Trummer zu verkraften. Die Mannschaft hat im Vorjahr den Aufstieg souverän gemeistert und will sich von Beginn weg gut in Szene setzen. Mit Andreas Schurian als ehemaligen Teamspieler und Benjamin Fillafer als aktuellen Teamspieler sind zwei Spieler am Werk, die auch ihre beiden Mitspieler Thomas Weiss und Markus Tschermernegg begeistern könnten.

 

ZU SPIELBEGINN.

150 Zuseher waren in die Karl-Fechter Halle gekommen. Der Kälteeinbruch (+10°) verhinderte mehr Zuseher.  Mit einer Gedenkminute für Erich Trummer hat dieses Spiel einen traurigen Touch abbekommen, Günther Schmidt hat in eindrucksvollen Worten auch ohne Mikrofon uns allen in Erinnerung gebracht, worauf es ankommt.

 

ZUM SPIELVERLAUF.

Durchgang 1 war eine klare Angelegenheit für die Heimischen, Kehre 1 gehörte allerdings Feldkirchen mit einer Drei - dann folgten fünf Kehren für Köflach und mit 23:3 waren die ersten Punkte vergeben. Im zweiten Durchgang startete Köflach mit einer Fünf dann scorten die Kärntner 3 x 3 Punkte.  Beide Mannschaften waren zu diesem Zeitpunkt auf Betriebstemperatur, die Köflacher wirkten immer eine Nuance kompakter und stärker. Beim Spielstand von 8:9 lieferte Franz Roth mit seinem Wappler die Vorarbeit, Wolfgang König konnte mit dem letzten Stock den Dreier zum 11:8 und zur 4:0-Führung verwerten. Fantastisch der Bewegungsablauf und die Präzision in den Versuchen von Roth, der auch im 3. Spiel für den entscheidenden "Move" in Kehre 6 sorgte. Feldkirchen führte wiederum 0/8 nach drei Kehren, in der vierten und fünften Kehre Fehler bei Feldkirchen, die Rückkehr der Köflacher auf die Erfolgsstraße ermöglichten.  8:8 vor Kehre 6, Franz Roth nimmt die Daube mit nach hinten und schreibt mit dem letzten Stock den Dreier - die Partie war somit vorzeitig entschieden - Spielstand 0:6.   

 

In Durchgang vier punkten nochmals die Köflacher mit 14:8 und erst im letzten Durchgang kann Feldkirchen anschreiben - mit 11:8 geht die letzte Kehre nach Kärnten, Diskussionen wegen eines Strafpunktes wegen Übertretens, da Edi Harg seine Freude einen Schritt zu weit vorne  zum Ausdruck brachte. Nach kurzer Emotion war auch diese Angelegenheit schnell geklärt, das Spiel ohnehin schon entschieden.  

 

FAZIT.

Der Sieg der Köflacher ging in Ordnung, überragender Spieler bei den Heimischen war Franz Roth, bei Feldkirchen gefiel die Leistung von Thomas Weiss.

STIMMEN ZUM SPIEL

"Das war heute nicht mein Tag. Der schnelle Asphalt hier war für uns alle sehr schwer zu bespielen, die Köflacher haben ihren Heimvorteil nützen können. " Benjamin Fillafer, EK Deurotherm Feldkirchen

 

"Wir waren heute sehr stark, wenige Fehler und eine starke Vorstellung der ganzen Mannschaft. Franz Roth hat die big points eingefahren und auch der Rest der Truppe war bis zum 5. Spiel voll konzentriert." Günter Schmidt, Sportchef  und ASKÖ Landesfachwart   

 

MAN OF THE MATCH:  Franz Roth, ESV Köflach Stadt

Bester Spieler EK Feldkirchen: Thomas Weiss.

 

FOTOS/TEXT:

Franz Taucher,Pressedienst BÖE