CL: Silber für Sensationsmannschaft Wenigzell – Bronze für Wang und Weiz Nord
Am 19. und 20. September kämpften in der Intercable Arena in Bruneck bei der IFI European Stocksport Champions League die besten Vereinsmannschaften Europas um die Titel bei Damen und Herren. Bei den Herren standen sich mit dem SSV Union Wenigzell und dem deutschen Meister TSV Niederviehbach die beiden jüngsten Mannschaften des Teilnehmerfeldes im Finale gegenüber. Niederviehbach setzte sich mit 4:0 durch und holte erstmals den Champions-League-Titel nach Deutschland. Silber für Wenigzell, Bronze für den ESV Union Ladler Wang und den SSV ASKÖ Weiz Nord.
Silber für Wenigzell im jüngsten Finale
Mit diesem Finale hätte wohl kaum jemand gerechnet. Der ESV Wenigzell hatte sich mit dem Vizemeistertitel 2025 erstmals für die Champions League und damit für einen internationalen Bewerb qualifiziert. Nur ein Jahr später standen die jungen Steirer bereits im Finale – im jüngsten Champions-League-Finale der Geschichte.
Wenigzell sicherte sich bereits am Samstag den Sieg in der Vorrundengruppe. Im Viertelfinale kam es anschließend zum großen Generationenduell mit dem EV Rottendorf/Seiwald. Wie bereits im Halbfinale der Staatsliga 2025 behielten die jungen Steirer die Oberhand und setzten sich mit 4:2 gegen die Kärntner durch.
Im Halbfinale wartete mit dem ESV Union Ladler Wang der nächste große Brocken: Der viermalige Champions-League-Sieger und Titelverteidiger erwischte zunächst den besseren Start und entschied das erste Spiel für sich. Danach schlichen sich bei den Niederösterreichern ungewohnte Fehler ein, die Wenigzell eiskalt ausnutzte. Die Steirer blieben ruhig, nutzten ihre Chancen konsequent und drehten die Partie. Mit einem 5:4-Erfolg zog Wenigzell ins Finale ein.
Damit gelang den Steirern zugleich die Revanche für die Finalniederlage gegen Wang im Final4 der Staatsliga 2025.
Jüngstes Finale der Champions-League-Geschichte
Im Finale trafen die beiden jüngsten Mannschaften des Turniers aufeinander. Der deutsche Meister erwischte den besseren Start und entschied das erste Spiel mit 9:3 für sich. Auch danach ließ die deutsche Mannschaft nicht nach und spielte das Finale konsequent zu Ende. Wenigzell kämpfte bis zum Schluss, musste sich dem deutschen Meister aber geschlagen geben.
Damit holt die junge Wenigzeller Mannschaft mit Patrick Maierhofer, Christoph Maierhofer, Markus Rothberger, Manuel Ganster und Patrick Hackl bei ihrer ersten Champions-League-Teilnahme sensationell die Silbermedaille.
Mannschaftsführer Patrick Maierhofer, der über beide Tage eine herausragende Leistung zeigte, war trotz der Finalniederlage überglücklich:
Patrick Maierhofer:
„Unser Gegner hat im Finale einfach keine Fehler gemacht. Die Deutschen sind mit super Wabblern gestartet. Gestern war das Glück öfters auf unserer Seite, im Finale war Niederviehbach heute einfach besser. Dennoch haben wir eine unglaubliche Leistung erbracht. Wir sind überglücklich über diese Silbermedaille.“
Wang und Weiz Nord holen Bronze
Für den ESV Union Ladler Wang blieb gemeinsam mit dem SSV ASKÖ Weiz Nord die Bronzemedaille.
Der SSV ASKÖ Weiz Nord verpasste bei seiner ersten Champions-League-Teilnahme nur knapp den Einzug ins Finale. Bis zum Halbfinale zeigten die Steirer eine starke Leistung. Gegen den deutschen Vertreter TSV Niederviehbach konnten die Weizer das erste Spiel für sich entscheiden. Auch im zweiten Spiel war die Chance auf die Vorentscheidung da – bei einem Schuss von Gerhard Hatzl fehlten nur wenige Zentimeter. Die Deutschen kamen zurück ins Spiel, fanden anschließend immer besser in ihren Rhythmus und setzten sich schließlich mit 4:2 durch.
Mit Bronze feierte Weiz dennoch einen weiteren großen Erfolg: Nach dem Staatsmeistertitel im Winter und Bronze bei der Staatsliga holten die Steirer bei ihrer ersten Champions-League-Teilnahme nun auch ihre erste internationale Medaille.
Rottendorf ohne Abschiedsgeschenk
Für den EV Rottendorf/Seiwald blieb das erhoffte Abschiedsgeschenk zum Karriereende aus. Die Kärntner traten bereits ersatzgeschwächt zu ihrem letzten Turnier an, Andreas Spendier fehlte verletzungsbedingt.
Nach einem durchwachsenen Start am Samstag kamen die Kärntner zunehmend besser ins Turnier und schafften mit zwei Siegen noch als Gruppenzweiter den Aufstieg ins Viertelfinale. Dort wartete mit Wenigzell ausgerechnet die jüngste Mannschaft des Turniers. Die Rottendorfer mussten sich den Steirern mit 2:4 geschlagen geben. Das Generationenduell ging damit erneut an Wenigzell.
Für die fünfte österreichische Mannschaft, den ESV Allmer Krottendorf, war im Viertelfinale gegen Wang Endstation. Die Steirer mussten sich knapp nach 3:3 im Ringmaßen mit 30:34 geschlagen geben.
Ergebnisse
Finale Herren
- SSV Union Wenigzell (AUT) – TSV Niederviehbach (GER) 0 :4
Halbfinale
- TSV Niederviehbach (GER) – SSV ASKÖ Weiz Nord (AUT) 4 : 2
- ESV Union Ladler Wang (AUT) – SSV Union Wenigzell (AUT) 2 : 4
Viertelfinale
- ESC Luttach (ITA) – TSV Niederviehbach (GER) 1 : 5
- SSV ASKÖ Weiz Nord (AUT) – EV Eppan Berg (ITA) 4 : 0
- ESV Union Ladler Wang (AUT) – ESV Allmer Krottendorf (AUT) 3 : 3 – 34:30 Ringmaßen
- SSV Union Wenigzell (AUT) – EV Rottendorf Seiwald (AUT) 4 : 2
Fotoservice
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Fotograf: Herbert Pendl




















