Rottendorf und St. Willibald behalten weiße Weste. Wang mit erstem Punktverlust.
In Gruppe A meldet sich Weiz-Nord mit einem 8:2-Auswärtssieg gegen Leitersdorf im Rennen um die Play-offs zurück, während Liebenfels mit einem klaren 10:0 gegen Jimmy Wien die Tabellenführung übernimmt. Gruppe B wird weiterhin vom EV Rottendorf/Seiwald dominiert, die mit einem 10:0-Erfolg auswärts gegen Wolfgrub ungeschlagen bleiben. Edla setzt sich knapp mit 6:4 gegen Großfeistritz durch und bleibt Tabellenzweiter. In Gruppe C endet die Siegesserie von Titelverteidiger Wang mit einem 5:5 gegen Krottendorf. Tal Leoben feiert parallel einen klaren 9:1-Erfolg gegen Straßwalchen. In Gruppe D bleibt St. Willibald nach einem engen 6:4-Auswärtssieg in Zederhaus ungeschlagen. Voitsberg gewinnt deutlich mit 8:2 gegen Wenigzell.
Gruppe A:
Weiz-Nord wieder im Rennen – Liebenfels läßt Jimmy Wien keine Chance
Für zusätzliche Brisanz sorgte im Steirer-Derby zwischen RSU Leitersdorf und SSV ASKÖ Weiz-Nord das Bruderduell zwischen Robert Hatzl auf Seiten der Leitersdorfer und Gerhard Hatzl für die Gäste aus Weiz. Weiz-Nord, von vielen Experten neben Wang und Rottendorf als Geheimfavorit auf den Titel gehandelt, stand nach einer Niederlage und einem Unentschieden bereits unter Druck. Die Weizer präsentierten sich jedoch von Beginn an vor voller Halle hochkonzentriert und entschieden die ersten beiden Durchgänge klar für sich. Mit einer schnellen 4:0-Führung im Rücken ließen die Gäste auch nach der Pause nicht nach und fixierten bereits mit dem Gewinn des dritten Durchgangs den vorentscheidenden Auswärtssieg. Mit dem 8:2 Sieg meldet sich Weiz-Nord eindrucksvoll im Rennen um die PlayOff-Plätze zurück.
Fotolink: RSU Leitersdorf – SSV ASKÖ Weiz Nord – Fotograf: Herbert Pendl
Im zweiten Gruppenspiel fügte der GSC Liebenfels bereits am Donnerstag den Gästen von ESV Jimmy Wien eine bittere 10:0 Niederlage zu. Die Kärntner von Beginn an konzentriert lieferten eine geschlossene Mannschaftsleistung ab und übernehmen mit diesem Sieg vor Start der Rückrunde die Tabellenführung vor RSU Leitersdorf und Weiz-Nord. Leitersdorf mit einem Spiel mehr.
Gruppe B:
Rottendorf mit 10:0 Auswärtssieg weiter siegreich – Edla siegt knapp gegen Großfeistritz
Der EV Rottendorf/Seiwald bleibt neben St. Willibald die einzige Mannschaft nach der Hinrunde ohne Punktverlust. Von Beginn an dominierte Rottendorf die Begegnung und ließ den Gastgebern kaum Möglichkeiten ins Spiel zu finden. Die Kärntner bestätigten einmal mehr ihre Titelambitionen und feierten beim Auswärtsspiel gegen Wolfgrub einen eindrucksvollen 10:0-Erfolg.
Deutlich spannender verlief das zweite Gruppenspiel zwischen SU ESV Seiwald Edla und ESV Großfeistritz. Die Gastgeber erwischten den besseren Start und erspielten sich rasch eine 4:0-Führung. Nach der Pause kämpften sich die Obersteirer jedoch zurück und stellten mit einer starken kämpferischen Leistung auf 4:4. Im entscheidenden fünften Durchgang gelang Großfeistritz sogar das erste Break der Partie, doch Edla bewahrte in der Schlussphase die Nerven und fixierte noch den wichtigen 6:4-Heimsieg. Mit diesem Sieg behaupten sie auch Rang zwei in der Tabelle hinter Tabellenführer Rottendorf. Für Großfeistritz bedeutet die dritte Niederlage im dritten Spiel bereits Druck für die in zwei Wochen beginnende Rückrunde.
Gruppe C: Wang mit ersten Punktverlust – Tal Leoben mit klarem Heimsieg gegen Straßwalchen
Der ESV Allmer Krottendorf absolvierte innerhalb von nur zwei Tagen gleich zwei Heimspiele. Bereits am Freitag stand das Nachtragsspiel der 2. Vorrunde gegen den EV Straßwalchen auf dem Programm. Von Beginn an ein enges Match, dass erst im fünften Durchgang in der letzten Kehre mit 6:4 für die Steirer entschieden wurde. Sowohl Durchgang 3 und 4 endeten mit einem Unentschieden.
Am Samstag wartete mit Titelverteidiger ESV Union Ladler Wang die nächste schwere Aufgabe. Die Niederösterreicher hatten sich in den ersten beiden Vorrundenspielen in bestechender Form präsentiert. Die Wanger diesmal mit Wolfgang Karl anstatt Markus Karl (verletzt) in der Startaufstellung hatte heute jedoch zu kämpfen. Als Ersatzmann stand diesmal Andreas Füsselberger im Kader. Im ersten Durchgang nutzen die Steirer einen Fehler der Gäste eiskalt aus und auch im zweiten Durchgang behielten die Krottendorfer die Oberhand zur überraschenden 4:0 Pausenführung. Nach der Pause erhöhte Wang den Druck deutlich und profitierte seinerseits von zwei Fehlern der Gastgeber, wodurch die Niederösterreicher auf 2:4 verkürzen konnten.
Im vierten Durchgang hatte Krottendorf in der letzten Kehre bereits die Chance auf den vorzeitigen Sieg, doch Wang rettete sich mit einer Zwei noch zum 5:3. Im entscheidenden letzten Durchgang machten die Gäste nochmals Druck und erkämpften sich schließlich noch das 5:5-Unentschieden – der erste Punktverlust für den Titelverteidiger in dieser Saison.
Stefan Schwarzl/Krottendorf:
„Wir wussten, dass wir uns heute gegenüber gestern steigern mussten. Wir hatten die Wanger heute am Rande einer Niederlage, nur sie sind einfach eine Spitzenmannschaft.“
Im zweiten Gruppenspiel empfing der EV Ladler Tal Leoben den EV Straßwalchen zum Heimspiel. Dabei hatten die Steirer noch die bittere Niederlage vor zwei Jahren im Hinterkopf, als sie im letzten Gruppenspiel gegen Straßwalchen in der Schlusskehre den Sieg und damit den Klassenerhalt verspielten und in die Bundesliga abstiegen.
Nach dem direkten Wiederaufstieg waren die Taler diesmal besonders motiviert und auf Revanche aus. Tal Leoben dominierte die Partie von Beginn an und lag bereits zur Pause mit 4:0 in Führung. Straßwalchen gelang im dritten Durchgang der Ehrenpunkt. Am Ende feierte Tal Leoben einen souveränen und wichtigen 9:1-Heimsieg. Stefan Gamper auf Seiten der Taler der beste Spieler am heutigen Tag.
In der Tabelle bleibt Wang trotz des ersten Punkteverlustes mit fünf Punkten an der Spitze. Dahinter folgen Tal Leoben mit vier Punkten sowie Krottendorf mit drei Zählern. Straßwalchen steht nach drei Niederlagen bereits früh unter Zugzwang.
Gruppe D:
St. Willibald mit letztem Schuss weiterhin ohne Punktverlust – Voitsberg mit klarem Sieg gegen Wenigzell
Der Aufsteiger aus Zederhaus stand nach zwei Niederlagen im Heimspiel gegen den bisherigen Tabellenführer SU Guschlbauer St. Willibald bereits unter Zugzwang. Die Nervosität der Salzburger war vor allem im ersten Durchgang deutlich spürbar. Die Gäste aus Oberösterreich nutzten dies eiskalt aus und entschieden den Auftakt mit einem klaren 7:0 für sich.
Danach fand Zederhaus jedoch besser ins Spiel und drehte die Partie nach drei Durchgängen zur 4:2 in Führung. Doch St. Willibald zeigte erneut seine Klasse und antwortete im vierten Durchgang mit einem deutlichen 8:0-Erfolg. Der fünfte Durchgang entwickelte sich zu einer echten Zitterpartie, die erst mit dem allerletzten Schuss entschieden wurde. Dabei behielten die Oberösterreicher die Nerven und fixierten noch den knappen 6:4-Auswärtssieg. Damit bleibt St. Willibald nach der Hinrunde ohne Punkteverlust.
Johann Schopf jun. (SU St. Willibald):
„Ein sehr enges Spiel bis zum letzten Schuss. Sehr faires Publikum und tolle Stimmung in der Halle. Wir freuen uns schon auf die nächsten zwei Heimspiele.“
Im zweiten Gruppenspiel ein Generationen-Duell – die Routiniers vom ESV SP Pongratz Kowald Voitsberg gegen die “jungen Wilden” vom SSV Union Wenigzell. Bis Durchgang drei konnten die Wenigzeller das Spiel noch offen halten. Danach zwei glatte Durchgangsgewinne der Voitsberger zum 8:2 Endstand.
St. Willibald führt Tabelle mit 6 Punkten vor Voitsberg und Wenigzell an. Aufsteiger Zederhaus mit 0 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz.
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In zwei Wochen (30.Mai 2026) beginnt die Rückrunde. Die besten zwei jeder Gruppe steigen ins Viertelfinal-PlayOff auf – der letzten jeder Gruppe muss in die Bundesliga 1 absteigen.
















