Wachablöse vertagt: Rottendorf steht noch einmal im Finale
Was für ein Halbfinale! Vor einer restlos gefüllten Halle in Eberstein - über 10.300 Zuschauer im Livestream von SportPass Austria - lieferten sich der EV Rottendorf/Seiwald und der GSC Liebenfels einen Stocksport-Krimi, der an Spannung kaum zu überbieten war. Nach einem Fehlstart bewiesen die Rottendorfer einmal mehr ihre beeindruckende Comeback-Qualität, drehten das Kärntner Derby mit unbändigem Kampfgeist und lösten unter dem frenetischen Jubel der Fans mit einem 4:2 Sieg das Ticket für das Finale.
Rottendorf dreht das Derby und steht im Finale
Mit Hochspannung wurde das Kärntner Derby zwischen den Altmeistern des EV Rottendorf/Seiwald und den Aufsteigern vom GSC Liebenfels erwartet. Vor einer restlos (bummvoll) gefüllten Halle in Eberstein entwickelte sich das Generationenduell „Jung gegen Alt“ zu einem hochklassigen Stocksport-Krimi der Extraklasse.
1. Durchgang:
Liebenfels erwischt den perfekten Start. Die Aufsteiger nutzen ungewohnte Fehler der sonst so treffsicheren Rottendorfer Offensive konsequent aus. Das präzise Maßspiel vor die Daube erweist sich als Erfolgsrezept und bringt Liebenfels die verdiente Führung.
2. Durchgang:
Doch die Stehaufmannschaft des vergangenen Jahrzehnts schlägt zurück. Rottendorf nutzt einen Doppelfehler der Liebenfelser in der zweiten Kehre eiskalt aus und verteidigt den Vorsprung mit gewohnt präzisen Versuchen bis zum Ende des Durchgangs. Der Ausgleich zum 2:2 ist perfekt – die Halle kocht, und Horst „Bomber“ Stranig ist kaum zu bremsen.
3. Durchgang:
Nun ist die Anspannung beiden Teams anzumerken. Kleine Fehler schleichen sich auf beiden Seiten ein. Rottendorf geht mit 3:1 in Führung, ehe die dramatische vierte Kehre folgt.
Liebenfels gerät nach einem kurzen Maß unter Druck. Der erste Wappelversuch bleibt zu kurz, der zweite sitzt perfekt im Achterring hinter der Daube. Rottendorf antwortet mit der schnellsten Platte – doch der Stock wird hauchdünn verfehlt. Auch der zweite Versuch geht knapp daneben. Günther „Gogo“ Stranig bringt den eigenen Stock eindrucksvoll ins Spiel, doch plötzlich eröffnet sich Liebenfels die große Breakchance. Mit einem perfekten Versuch gelingt tatsächlich der Ausgleich zum 3:3.
Entscheidungsphase:
In der fünften Kehre schlägt Rottendorf erneut zurück und holt sich das Break. Vor der letzten Kehre halten die Routiniers alle Trümpfe in der Hand. Schuss um Schuss findet sein Ziel. Schließlich liegt alles in den Händen von Rottendorf-Kapitän Günther „Gogo“ Stranig. Mit der roten Platte entscheidet sich: Finale oder Verlängerung.
Die Halle bebt. „Siehst du ihn?“, schreien die Rottendorfer– und Sekunden später ist die Entscheidung gefallen: Die Oldies stehen wieder im Finale!
Eine unglaubliche Aufholjagd der Rottendorfer, die nach dem ersten Durchgang bereits wie der sichere Verlierer ausgesehen hatten, endet mit dem erneuten Finaleinzug.
Stimmen zum Spiel
Günther Stranig (EV Rottendorf/Seiwald):
„Ich bedanke mich beim geilen Publikum! Die Wachablöse ist nicht gelungen – wir sind im Finale!“
Kevin Kronewetter (GSC Liebenfels):
„Wir haben vielleicht taktisch zwei kleine Fehler gemacht und dadurch den Anschluss verloren. Trotzdem haben wir bis zum Schluss tapfer gekämpft.“
Fotos: GEPA/Michael Riedler
FOTOSERVICE Stocksport Austria
Fotos zum kostenlosen Download bei redaktioneller Verwendung – Fotograf Herbert Pendl: https://www.flickr.com/photos/stocksportaustria/albums/72177720334592678/











